Im Zuge der Ausbreitung der Pandemie - Corona Virus haben wir kurzfristig eine Zusammenstellung vorbereitet, damit Sie mehr Informationen erhalten und sich schützen können. Für alle Absolventen unserer Einrichtung ist dieser Kurs F060 - Epidemie-Pandemie gebührenfrei.

 

Krisenhotline: 030-520 043 484 Mo-Fr 07:00 - 19:00 h

 

Zukünftige Sicherstellung Ihrer Fort- und Weiterbildungsmaßnahme an unserer Einrichtung hinsichtlich der Pandemieentwicklung:

    • Auf Grund unseres Bildungssystems (Fernkursvariante / Online-Kursverfahren) sind wir nicht störanfällig, da unsere Mitarbeiter größtenteils im Homeoffice tätig sind und der Vorortunterricht problemlos ausgesetzt werden kann. 
    • Die Task-Force (Managementstab) ist zur Problemlösung generell Bestandteil unseres Institutes.
    • Im Gegensatz zur Freien Wirtschaft ist unsere finanzielle Situation so stabil, dass interne Krisen nicht zu befürchten sind (30 Jahre Betriebserfahrungen).
    • Ein weiterer Vorteil unserer Einrichtung ist die seit vielen Jahren beratende Tätigkeit in Wirtschafts- und Medizinbereichen (…), unter anderem in Fragen des Seuchenschutzes (Epidemien & Pandemien).
    • Im Falle von Ablaufproblemen durch externe Störungen (z.B. Postzustellung) stellen wir unseren Service komplett auf das Onlineverfahren um.
    • Sollten Sie als Kursteilnehmer/in bedingt durch Störungen (Coronakrise) den Kurs nicht fristgerecht abschließen können, werden wir automatisch die Studienlaufzeit unentgeltlich verlängern.

Mehr Information zum Coronavirus

1. Definition: SARS-CoV-2, vormals 2019-nCoV, ist ein im Jahr 2019 neu entdecktes Coronavirus, das zur Linie B der Betacoronaviren gehört. Es handelt sich um ein behülltes (+)ssRNA-Virus, das die Coronavirus-Erkrankung COVID-19 auslöst.

2. Nomenklatur: Das Virus wurde von der WHO und anderen Organisationen zunächst unter der provisorischen Bezeichnung "2019-nCoV" für "novel Coronavirus" geführt. Weitere Virusbezeichnungen waren "Wuhan-Coronavirus", "WH-Human-1 coronavirus" (WHCV) und "Wuhan seafood market pneumonia virus". Ein Namensvorschlag in Anlehnung an MERS-CoV war "Wuhan respiratory syndrome coronavirus", kurz "WRS-CoV". Keine dieser Bezeichnungen konnte sich durchsetzen. Am 11.2.2020 gab die WHO dem Virus seinen endgültigen Namen SARS-CoV-2. Die von ihm ausgelöste Erkrankung nennt man offiziell "COVID-19" bzw. "Covid-19" für "Corona virus disease 2019". Die Virusbezeichnung wurde am gleichen Tag von der Coronavirus Study Group auf dem Preprint-Server bioRxiv übernommen. Synonyme Bezeichnungen für COVID-19 sind 2019-nCoV-Infektion, Coronavirus-Pneumonie oder Wuhan-Fieber. Englische Alternativbezeichnungen sind "2019-nCoV acute respiratory disease", "coronavirus disease 2019" und "novel coronavirus pneumonia (NCP)".

3. Epidemiologie: Das Virus trat Ende 2019 zuerst in Wuhan (China) auf und verbreitete sich in den Folgewochen rasch in China (Peking, Shanghai, Hong Kong, Guangdong Provinz) sowie im übrigen asiatischen Raum mit ersten Fällen in Thailand (13.1.), Japan (15.1.), Südkorea (20.1.), Taiwan (21.1.), Singapur (23.1.) und Vietnam (24.1.). Außerhalb Asiens tauchte das Virus dann in den USA (21.1.), Frankreich (24.1.), Canada (26.1.), Deutschland (28.1.) und vielen anderen Staaten auf. Als Ausgangsquelle der Infektion wurde zunächst der Fischmarkt in Wuhan identifiziert. Es wird jedoch diskutiert, dass die Infektion in den Markt hineingetragen wurde, da der erste dokumentierte Infektionsfall am 1.12.2019 keinen Kontakt zum Fischmarkt hatte. Am 23.1.2020 wurden für den Bezirk Wuhan Quarantänemaßnahmen ausgerufen, darunter weitreichende Reisesperren. Diese Maßnahmen wurden in den Folgetagen umfangreich erweitert und umfassten u.a. das Schließen von öffentlichen Einrichtungen und Produktionsstätten sowie Ausgangssperren. Am 30.1.2020 rief die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aus ("Public Health Emergency of International Concern"). Am 22. und 23.2.2020 kam es zu einer rapiden Zunahme der Erkrankungsfälle in Italien, denen durch Abriegelung einiger Gemeinden in Norditalien begegnet wurde. Innerhalb weniger Tage schwoll die Zahl der Erkrankten auf über 2.500 Fälle an. Am 26. und 27.2.2020 kam es zu einem ersten signifikanten Anstieg der Erkrankungszahlen in Deutschland. In Heinsberg (NRW) wurden etwa 1.000 Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt. Aktuell (7.3.2020, 00:15 h) ist der Stand der Erkrankung wie folgt:

Die Zahlen sind als Approximativwerte zu verstehen. Aufgrund der wahrscheinlich hohen Anzahl nicht erfasster Erkrankungsfälle, der Komplexität der Meldeverfahren und der unterschiedlichen Zeitzonen haben alle Zahlenangaben eine eingeschränkte Validität. Die detaillierte Entwicklung der Erkrankungszahlen findet sich im Artikel COVID-19-Pandemie.

4. Genetik: Das Virusgenom von SARS-CoV-2 wurde erstmalig am 13.1.2020 vollständig sequenziert. Es umfasst rund 30 kbp und kodiert mehrere Proteine, die als Open-Reading-Frame-Proteine (ORF), Nichtstrukturproteine (NSP) und Strukturproteine (S, E, M, N) gelabelt werden:

  • 7.096 Aminosäuren (AS) langes ORF1ab-Polyprotein, bestehend aus
    • NSP1: 180 AS; Host translation inhibitor, spaltet die RNA der Wirtszelle
    • NSP2: 638 AS; mögliche Interaktion mit Prohibitin (PHB)
    • NSP3: 1.945 AS; Papain-ähnliche Protease (PL-PRO)
    • NSP4: 500 AS; unterstützt wahrscheinlich die Vesikelbildung
    • NSP5: 306 AS; 3C-ähnliche Proteinase (3CL-PRO), spaltet den C-Terminus des Polyproteins
    • NSP6: 290 AS; beeinflusst die Bildung von Autophagosomen
    • NSP7: 83 AS; formt ein Hexadekamer mit NSP8 (8:8), mögliche Primaseaktivität
    • NSP8: 198 AS; siehe oben
    • NSP9: 113 AS; ssRNA-bindendes Protein
    • NSP10: 139 AS; stimuliert die Exoribonuklease (NSP14) und die O-Ribose-Methyltransferase (NSP16)
    • NSP12: 932 AS; RNA-abhängige RNA-Polymerase (RdRp)
    • NSP13: 601 AS; Helikase, Multifunktionsenzym mit Zinkfingerdomäne
    • NSP14: 527 AS; Guanin-N7-Methyltransferase, hat Exoribonuklease-Aktivität
    • NSP15: 346 AS; Uridylat-spezifische Endoribonuklease (EndoRNAse)
    • NSP16: 298 AS; O-Ribose-Methyltransferase, wichtig für die Immunevasion
  • 1.273 AS langes Oberflächen-Glykoprotein (S, "spike")
  • 275 AS langes ORF3a-Protein
  • 75 langes AS Struktur- bzw. Hüllprotein (E, "envelope")
  • 222 AS langes Membran-Glykoprotein (M, "matrix")
  • 61 AS langes ORF6-Protein
  • 121 AS langes ORF7a-Protein
  • 43 AS langes ORF7b-Protein
  • 121 AS langes ORF8-Protein
  • 419 AS langes Nukleokapsid-Phosphoprotein (N, "nucleoprotein")
  • 38 AS langes ORF10-Protein

Am 5'- bzw. 3'-Ende des Genoms befinden sich jeweils kurze untranslatierte Bereiche (UTRs).

Auf Basis der Analyse von mehr als 100 Virusisolaten lassen sich zwei genetische Varianten von SARS-CoV-2 differenzieren, die als L-Typ und S-Typ bezeichnet werden. Sie unterscheiden sich durch 2 Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs). Der L-Typ hat sich wahrscheinlich aus dem S-Typ entwickelt und ist die verbreitetere und "aggressivere" Variante.

Die genetische Varianz von SARS-CoV-2 ist im Vergleich zu anderen RNA-Viren relativ gering, da Coronaviren wegen ihres größeren und komplexen Genoms sehr wahrscheinlich über eine Transkriptionsfehlerkorrektur verfügen.

5. Mikrobiologie:

5.1. Systematik:

5.2. Herkunft: SARS-CoV-2 zeigt phylogenetisch eine große Ähnlichkeit zu mehreren Coronavirus-Stämmen, die in China aus Fledermäusen isoliert wurden. Dazu zählen bat-SL-CoVZC45, bat-SL-CoVZXC­21 und BatCoV RaTG13, das eine mehr als 96%ige genomische Ähnlichkeit aufweist. Damit gilt es als wahrscheinlich, dass das Virus aus dieser Wirtstierpopulation stammt. Allerdings wird kein direkter Übergang, sondern ein noch nicht identifizierter Zwischenwirt angenommen. Als mögliche Kandidaten wurden u.a. Schuppentiere (Pangoline) benannt. Isolate aus dem malayischen Schuppentier zeigen eine 99%ige genomische Ähnlichkeit mit der rezeptorbindenden Domäne des humanpathogenen Virus. Die Übereinstimmung der gesamten RNA liegt jedoch nur bei 90%. Aufgrund bestimmter genetischer Merkmale, insbesondere der relativen synonymen Codonverwendung (RSCU), wurden auch Schlangen als primäre Wirtstiere diskutiert. Der Speziesübergang soll durch homologe Rekombination des Spike-Proteins S erfolgt sein.

5.3. Morphologie: In der Elektronenmikroskopie stellen sich die Viruspartikel als rundliche Strukturen mit einem Durchmesser von 60 bis 140 nm dar. Diese Größenunterschiede sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass bei der Knospung (Budding) nicht alle Partikel ein Nukleokapsid enthalten. Es zeigt sich eine leichte Pleomorphie. Die Spikes des Virus ragen etwa 9 bis 12 nm aus der Virushülle hervor. Sie bestehen aus zwei Untereinheiten: einem Verankerungselement S1 und einer homotrimeren S2-Einheit aus Glykoproteinen, welche die rezeptorbindende Domäne (RBD) trägt. Ferner finden sich in der Virushülle weitere Proteinbestandteile wie ein M-Protein, ein E-Protein und ein Hämagglutininesterase-Dimer (HE). Die spiralig aufgewundene RNA im Virusinneren ist von einem Nukleokapsid aus N-Protein umgeben.

5.4. Kultivierung: Das Virus kann zu Forschungszwecken in einer Zellkultur vermehrt werden. Für die Anzucht lassen sich Epithelzellen der menschlichen Atemwege sowie Vero- und Huh7-Zellen einsetzen.

Knospung von SARS-CoV-2

6 Übertragung: Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt sowohl von Tier-zu-Mensch als auch von Mensch-zu-Mensch. Die Erreger können auf folgende Weise weitergegeben werden:

  • Kontaktinfektion: Enger körperlicher Kontakt, Berührung eines Erkrankten
  • Tröpfcheninfektion: Einatmen infizierter Flüssigkeitspartikel, die ein Erkrankter durch Niesen oder Husten verbreitet. Die Viruskonzentration in den Atemwegen der Infizierten erreicht etwa 5-6 Tage nach Einsetzen der Symptome ihr Maximum. Der kritische Abstand zum Erkrankten wird mit 1,8 m angegeben.
  • Schmierinfektion: Berührung kontaminierter Gegenstände. Vergleichbare Coronaviren können bis zu 9 Tage auf Oberflächen wie Metall, Glas oder Plastik überleben. Eine mögliche aerogene Infektion über zirkulierende Luft in Klimaanlagen wird diskutiert, da sich die Infektion sehr schnell auf Kreuzfahrtschiffen verbreitete. Entsprechende Untersuchungen bei SARS-CoV unterstützen diese These. Ein fäkal-oraler Übertra-gungsweg kommt ebenfalls in Frage, da sich SARS-CoV-2 im Stuhl von Infizierten nachweisen lässt. Dieser Infektionsweg spielt aber wahrscheinlich wie bei SARS für die Verbreitung von COVID-19 eine untergeordnete Rolle. Desweiteren wurde eine mögliche vertikale Virusübertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind beschrieben. Eine später veröffentlichte Studie mit 9 Schwangeren fand jedoch keinen Hinweis auf eine vertikale Übertragung.

7. Kontagiosität: SARS-CoV-2 hat eine vergleichbare Über-tragbarkeit von Mensch zu Mensch wie das SARS-Coronavirus (SARS-CoV). Die Basisreproduktionszahl (R0) des Virus wurde zunächst zwischen 3 und 5, später zwischen 1,5 und 3,5 angegeben. Die WHO nennt eine etwas niedrigere Range von 1,4 bis 2,5. Ein Infizierter gibt die Erkrankung wahrscheinlich im Durchschnitt an etwa 2 bis 4 Nicht-Infizierte weiter. Wie bei SARS sind Superspreader jenseits der Basisreproduktionszahl möglich, was das plötzliche Auftreten größerer lokaler Epidemieherde erklärt.

8. Infektionsablauf: Für das Andocken des Virus an menschliche Epithelzellen in den Atemwegen ist das Spike-Proteins S des Virus ver-antwortlich. Es adressiert in erster Linie die Nasenschleimhaut, die Rachenschleimhaut und das respiratorische Epithel der unteren Atemwege. Es scheint dabei ein stärkerer Tropismus für die oberen Atemwege vorzuliegen als bei SARS-CoV, der an Influenzaviren erinnert. Dadurch ist die Virusausscheidung wahrscheinlich höher als bei anderen Coronaviren. SARS-CoV-2 bindet an die Exopeptidase ACE2 menschlicher Zellen. Strukturanalysen zeigen, dass diese Bindung stärker ist als die Bindung des SARS-Coronavirus, das ebenfalls an dieses Protein bindet. Im Rahmen der Rezeptorbindung unterliegt das Spikeprotein mehreren Konformationsänderungen, die man als S1, S2 und S2' bezeichnet. Der Eintritt in die Wirtszelle wird durch proteolytische Spaltung mithilfe der Serinprotease TMPRSS2 ermöglicht. Die genauen Mechanismen, die zur Fusion der Virushülle mit der Zellmembran der Wirtszelle führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Nach der erfolgreichen Fusion wird das Nukleokapsid des Virus in das Zytoplasma freigesetzt.

9. Inkubationszeit: Die Inkubationszeit von der Infektion bis zum Eintreten der ersten Symptome beträgt im Mittel etwa 3 Tage, die Hospitalisation erfolgt dann meist nach weiteren 4-5 Tagen. Die Inkubationszeit unterliegt jedoch großen interindividuellen Schwankungen, so dass ein Zeitraum von 2 bis 14 Tagen möglich ist. In sehr seltenen Fällen soll die Inkubationszeit bis zu 24 Tagen betragen. Die Viren können sehr wahrscheinlich bereits während der Inkubationszeit, d.h. vor Ausbruch der Symptome, weitergegeben werden. Diese Annahme wird durch den Nachweis von Viren in Nasenabstrichen asymptomatischer oder minimal symptomatischer Patienten unterstützt.

10. Symptome:

Der individuelle Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich. COVID-19 kann mit mini-malen Symptomen, moderat oder schwer verlaufen. Auch asymptomatische Fälle sind möglich.

10.1. Initialphase:

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 manifestiert sich anfangs durch unspezifische All-gemeinsymptome, die Ähnlichkeit mit einer Grippe haben. Dazu zählen (Zahlen auf 5er-Intervalle gerundet):

  • Fieber (ca. 90% der Fälle)
  • trockener Husten (ca. 70% d.F.)
  • Fatigue (ca. 40%)
  • Auswurf (ca. 30 %)
  • Pharyngitis (ca. 15%)
  • Myalgie, Arthralgie (ca. 15%)
  • Kopfschmerzen (ca. 15%)
  • Schüttelfrost (ca. 10%)

Seltener auftretende Symptome (< 10%) sind Rhinitis, gastrointestinale Beschwerden (Nausea, Diarrhö, Erbrechen) oder konjunktivale Injektion. Ältere oder immunsuppri-mierte Patienten können zusätzliche atypische Symptome aufweisen.

10.2. Fortgeschrittene Erkrankung: Mit zunehmender Beteiligung des Lungenparen-chyms kommt es zu einer Verschlechterung der Symptomatik mit Entwicklung einer Pneumonie. Eine Beteiligung der Pleura mit Pleuritis ist ebenfalls möglich. Im Blutbild findet sich bei etwa 2/3 der schwer erkrankten Patienten eine Leuko-penie und Lymphopenie. Zusätzliche Symptome sind dann:

  • Dyspnoe
  • Tachypnoe
  • Brustschmerzen

In 17 bis 29% der hospitalisierten Fälle tritt ein akutes Lungenversagen (ARDS) mit schwerer Hypoxie auf. Weiterhin ist ein Nierenversagen möglich. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu einem Zytokinsturm mit viraler Sepsis und septischem Schock. Rund 10% der Patienten entwickeln eine Sekundärinfektion.

11. Diagnostik:

11.1. Direkter Virusnachweis: Der direkte Virusnachweis erfolgt durch Identifikation virustypischer Gensequenzen mit Hilfe der RT-PCR in verschiedenen Körperflüssigkeiten. Das Probenmaterial sollte sowohl aus den oberen (Nasopharynx-Abstrich, Oropharynx-Abstrich) als auch aus den unteren Atemwegen (Sputum, Trachealaspirat, BAL) entnommen werden. Dabei sind nach Vorgabe des Labors für die PCR geeignete Abstrichträger und spezielle Virustransportmedien zu verwenden.

11.2 Indirekter Virusnachweis: Der indirekte Virusnachweis kann über die Bestimmung spezifischer Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blutserum per ELISA erfolgen. Mit entsprechenden Testkits lassen sich IgA-, IgM- oder IgG-Antikörper nachweisen.

Schnelltests ermöglichen den indirekten Virusnachweis aus Kapillarblut durch Verwendung von Anti-IgG- bzw. Anti-IgM-Antikörpern. Sie liefern innerhalb von 10 bis 20 min. ein Ergebnis.

11.3 Blutwerte: Im Blutbild findet sich bei etwa 2/3 der schwer erkrankten Patienten eine Leukopenie und Lymphopenie. Die Entzündungsparameter (ESR, CRP) sind erhöht.

11.4 Bildgebung: Röntgenthorax, HRCT oder Lungenultraschall können zum Nachweis / Ausschluss einer Pneumonie eingesetzt werden. Im HRCT werden auch asymptomatische Patienten auffällig. Typischerweise sind bei den Patienten Milchglastrübungen im Lungen-parenchym nachzuweisen.

12. Differentialdiagnosen: Als Differentialdiagnosen kommen in erster Linie andere Virusinfekte, z.B. durch Influenzaviren in Frage. Aufgrund der nahezu identischen Symptomatik ist eine Abgrenzung ohne Labordiagnostik nicht möglich.

13. Therapie: Zur Zeit (03/2020) gibt es keine kausale Therapie für COVID-19, die eine umfangreiche klinische Prüfung durchlaufen hat. Die Therapie ist daher in der Regel rein symptomatisch oder probatorisch.

13.1 Standardtherapie: Die Therapie einer schweren COVID-19 besteht zunächst aus:

  • engmaschigem Monitoring unter stationären Bedingungen
  • Sauerstoffgabe (5 l/min), Zielwert der Sauerstoffsättigung (SpO2) ≥ 90%
  • konservativer Volumengabe, wenn keine Schockzeichen vorliegen
  • kalkulierter Antibiotikatherapie bei Sekundärinfektionen oder bei Patienten, die Zeichen einer Sepsis zeigen (z.B. Fluorchinolone, Linezolid)

Bei schwerer respiratorischer Insuffizienz ist eine maschinelle Beatmung mit hohen PEEP-Leveln oder im Extremfall eine extrakorporale Membranoxygenierung  (ECMO) notwendig. Im Falle einer Niereninsuffizienz kommen kontinuierliche Nierenersatzverfahren (CCRT) zum Einsatz. Ein drohendes Kreislaufversagen macht die Gabe von Katecholaminen notwendig.

Klinische Erfahrungsberichte aus China weisen auf die Bedeutung der regelmäß-igen Absaugung der Atemwege hin, da die COVID-19-Pneumonie mit einer deutlich gesteigerten pulmonalen Sekretproduktion einhergeht.

Bei beatmeten COVID-19-Patienten mit ARDS kann eine Bauchlage positive Effekte aus-lösen, da sie den Sekretabfluss verbessert.

13.2 Experimentelle Therapien: Experimentell werden im Rahmen klinischer Studien oder empirisch folgende Wirkstoffe in wechselnden Kombinationen eingesetzt:

  • Interferone: Interferon-alpha, Interferon-β1b
  • Virostatika
    • Proteaseinhibitoren: Indinavir, Nelfinavir, Lopinavir/Ritonavir, Saquinavir, Darunavir
    • Nukleosidanaloga: Ribavirin, Favipiravir, Galidesivir
    • Nukleotidanaloga: Remdesivir
    • Neuraminidasehemmer: Oseltamivir
    • Fusionsinhibitoren: Umifenovir
    • Serinproteaseinhibitoren: Camostat
    • Sonstige: Triazavirin
  • Chloroquin: Das Antimalariamittel zeigt im Rahmen von In-Vitro-Testungen in Zellkulturen eine signifikante antivirale Aktivität gegen SARS-CoV-2. Es hemmt wahrscheinlich die Papain-ähnliche Protease (PL-PRO) des Virus.

Die o.a. Virostatika sind meist zur Behandlung anderer Virusinfektionen zugelassen, vor allem für die Therapie von Influenza und HIV-Infektionen. Einige Wirkstoffe wurden bereits in der Vergangenheit off label gegen andere Coronavirus-Infektionen eingesetzt. Verlässliche Erkenntnisse, welchen klinischen Effekt diese Therapien haben, liegen zur Zeit (03/2020) noch nicht vor.

Weitere vorgeschlagene Therapiemöglichkeiten sind:

  • monoklonale Antikörper gegen Virusbestandteile oder zur Eindämmung einer überschießenden Entzündungsreaktion (z.B. Tocilizumab)
  • Blutplasma oder Immunglobuline von rekonvaleszenten Personen

Der Einsatz von Glukokortikoiden wird noch kontrovers diskutiert. Im Frühstadium ist er nicht indiziert. Bei schwerkranken Beatmungspatienten wird er jedoch empfohlen, um die Entwick-lung eines ARDS zu verhindern.

14. Prognose: Der Verlauf lässt sich im Einzellfall nicht voraussagen, da er von zahlreichen Individualfaktoren abhängt. Die Prognose bei einer akuten Infektion mit dem Coronavirus ist überwiegend gut. In den meisten Fällen sind die Symptome moderat. Bei älteren Patienten ab dem 6. Lebensjahrzehnt kommt es hingegen gehäuft zu schweren Symptomen. Hierbei kann eine Verschlechterung bis hin zum Tod auftreten. Ebenso sind Patienten mit Vorerkrankungen häufig von einer schwereren Verlaufsform betroffen.

Bei einem leichten Krankheitsverlauf klingen die Symptome in der Regel innerhalb von zwei Wochen ab. Bei schwerem Krankheitsverlauf kann die Rekonvaleszenz zwischen drei und sechs Wochen dauern.

15. Letalität: Aufgrund der relativ kurzen Historie der Virusinfektion haben Aussagen zur Letalität zum jetzigen Zeitpunkt (03/2020) nur einen orientierenden Charakter. Die Berechnungen stützen sich meist auf den Anteil der Todesfälle unter den klinisch manifesten Fällen. Da der Anteil der asymptomatischen oder subklinischen Fälle dabei unberücksichtigt bleibt, können manche Angaben überhöht sein. Bei einer Auswertung von 1.099 Erkrankungsfällen Anfang Februar 2020 lag die Letalität bei 1,36%. Eine neuere Studie auf der Basis von mehr als 44.000 bestätigten Erkrankungsfällen setzt den Wert bei 2,3 % an. Die Letalität von SARS-CoV-2 ist damit geringer als die von SARS (ca. 10%) oder MERS (20-40%). Der Tod tritt zwischen 6 und 41 Tagen nach dem Beginn der Symptome auf, der Median liegt bei 14 Tagen. In einzelnen Bevölkerungsgruppen (Senioren, immunsupprimierte Patienten) kann die Letalität deutlich höher liegen. Bei den Verstorbenen bestand in 20% der Fälle ein Diabetes mellitus, in 15% ein Hypertonus, in 15% eine kardiovaskuläre Erkrankung und in 2% eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Männer haben ein höheres Risiko, an COVID-19 zu sterben, als Frauen.

15.1 Altersbezogene Letalität: Die Letalität in den verschiedenen Altersgruppen stellt sich wie folgt dar:

Alter

Letalität [%]

0 - 9

0

10 - 19

0,2

20 - 29

0,2

30 - 39

0,2

40 - 49

0,4

50 - 59

1,3

60 - 69

3,6

70 - 79

8,0

> 80

14,8

16 Histopathologie: Im Rahmen der Infektion kommt es zu einem intraalveolären Lungenödem mit proteinreichem Exsudat. Es führt zu einer Verlegung der kleinen Atemwege mit Verschlechterung des Gasaustausches. Das Interstitium ist verdickt. Als Antwort auf den Virusbefall zeigt sich eine reaktive Hyperplasie der Pneumozyten mit herdförmiger Infiltration von Entzündungszellen sowie vielkernigen Riesenzellen. Im weiteren Verlauf können hyaline Membranen sowie eine Fibroblastenproliferation mit Fibrosierung auftreten.

17 Prävention:

17.1 Allgemeine Schutzmaßnahmen: Die allgemeine Infektionsprophylaxe umfasst u.a. Händewaschen bzw. Händedesinfektion: SARS-CoV-2 ist von einer Lipid-Doppelmembran umhüllt, die von Alkoholen wie Ethanol oder Propanol sowie von Detergenzien und Seifen zerstört werden kann. Vermeidung von Berührungen des Gesichts, wenn die Hände nicht gewaschen sind. Vermeidung der Berührung von "high-touch"-Oberflächen im öffentlichen Raum (z.B. Türgriffe, Automaten) oder Benutzung von Handschuhen Vermeidung des engen Kontakts mit Menschen, die Zeichen einer Atemwegsinfektion aufweisen; Abstand, wenn möglich > 1 Meter Regelmäßiges Lüften von Gemeinschaftsräumen Bei eigenen Erkältungssymptomen Mund und Nase bedecken (Gesichtsmaske) oder in ein Taschentuch husten oder schnäuzen.

17.2 Persönliche Schutzausrüstung: Medizinisches Personal, das mit COVID-19-Patienten arbeitet, unterliegt einem hohen Infektionsrisiko. In China wurde in mehreren Hundert Fällen Krankenhauspersonal infiziert. Zur Infektionsprophylaxe sollte man daher unbedingt eine persönliche Schutzausrüstung (PPE) tragen, die Schutzbrillen, FFP3-Masken, Handschuhe und langärmlige Schutzkleidung umfasst.

17.3 Besondere Vorsichtsmaßnahmen: Bei allen diagnostischen oder therapeutischen Prozeduren, die potentiell infektiöse Aerosole erzeugen (z.B. Intubation, manuelle Beatmung oder bronchoalveoläre Lavage), sollte intensiv auf den persönlichen Infektionsschutz geachtet werden. Die Verwendung einer FFP3-Maske und einer dicht abschließenden Schutzbrille ist obligat. Optimal ist die Durchführung in einem Unterdruckzimmer, ersatzweise in gut belüfteten Räumen. Die Anzahl der Personen, die sich im Raum aufhalten, sollte dabei auf ein Minimum reduziert werden.

17.4 Oberflächendesinfektion: Zur Oberflächendesinfektion gegen SARS-CoV-2 können Desinfektionsmittel eingesetzt werden, die als viruzid, begrenzt viruzid oder begrenzt viruzid plus ausgewiesen sind. Begrenzt viruzide Desinfektionsmittel sind gegen behüllte Viren ausreichend wirksam. Die Viren werden durch Einwirkung von Ethanol (62-71%), Wasser-stoffperoxid (0,5%) oder Natriumhypochlorit (0,1%) innerhalb von 1 Minute inaktiviert. Andere Biozide wie Benzalkoniumchlorid (0,05-0.2%) oder Chlorhexidindigluconat (0,02%) sind weinger effektiv. Außerhalb von Gesundheitseinrichtungen wird für Europa die Ober-flächendesinfektion mit 0,1%igem Natriumhypchlorit empfohlen - das ist 1/50 der Konzentration in haushaltsüblichen Bleichmitteln (5%).

18. Impfung: Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 ist zum jetzigen Zeitpunkt (03/2020) nicht verfügbar. Eine Impfstoffentwicklung auf der Basis von RNA-Vakzinen und anderer Technologien (z.B. Molecular Clamp) wurde bereits begonnen. Ein erster Impfstoffkandidat ist INO-4800. Die Impfstoffkandidaten müssen zunächst in Tierversuchen auf ihre Sicherheit getestet werden.

19. Meldepflicht: Für ungeklärte, wahrscheinliche und bestätigte Fälle von COVID-19 sowie für den Labornachweis von SARS-CoV-2 besteht nach dem Infektionsschutzgesetz eine namentliche Meldepflicht.

20. Kodierung: Eine Infektion mit SARS-CoV-2 wird international wie folgt kodiert:

  • ICD-10-Code: U07.1
  • ICD-11-Code: FA01.0

Am 17.02.2020 wurde vom DIMDI für die Coronavirus-Krankheit durch COVID-19 der Reservekode U07.1, freigegeben und die Verwendung in Deutschland "ab sofort" verbindlich gemacht. Da es sich um einen Sekundärkode handelt, ist er stets mit einem Primärkode zu kombinieren. Somit ist zunächst die nachgewiesene Atemwegsinfektion gefolgt von U07.1, COVID-19 anzugeben, z.B.:

  • J00 Akute Rhinopharyngitis
  • J02.8 Akute Pharyngitis durch sonstige näher bezeichnete Erreger
  • J04.- Akute Laryngitis und Tracheitis
  • J12.8 Pneumonie durch sonstige Viren
  • J20.8 Akute Bronchitis durch sonstige näher bezeichnete Erreger
  • J21.8 Akute Bronchiolitis durch sonstige näher bezeichnete Erreger

21. Risikogruppe: SARS-CoV-2 wird in Deutschland zur Zeit (03/2020) in die Risikogruppe 3 der Biostoffverordnung (BioStoffV) eingeordnet, da eine leichte Übertragbarkeit sowie keine Impf- und Therapiemöglichkeiten bestehen. Die Arbeit mit lebenden Viren in Zellkulturen verlangt daher ein Sicherheitslabor, das die Schutzstufe 3 (S3-Labor) ermöglicht. Für den Umgang mit infektiösem Untersuchungsmaterial in der Labordiagnostik (z.B. Probenaufbereitung für die RT-PCR) ist die Schutzstufe 2 ausreichend. Arbeitsabläufe, bei denen eine Aerosolbildung möglich ist, müssen an einer mikrobiologischen Sicherheitswerkbank der Klasse II erfolgen. Dabei ist eine persönliche Schutzausrüstung zu tragen.

22. Quellenverzeichnis(PDF-Datei)

Nachweis des Corona-Virus

International wird der Virus durch einen Abstrich in Mundhöhle und Rachenraum durchgeführt, ähnlich wie bei einem DNA-Test. Die  Auswertung erfolgt in speziellen Laboren, die auch DNA-Untersuchungen qualitativ durchführen können. Aufgrund der Spezifizierung ist die Anzahl der Untersuchungsmöglichkeiten begrenzt.

Aus diesem Grund führt man in Deutschland auserwählte Abstriche in 4 Kategorien s. Abbildung --->  durch. Dieses Verfahren ist dem geschuldet, dass man nicht ausreichend Abstrichträger mit Containern hat. Desweiteren fehlen mittlerweile Zusatzpräparate (Enzyme), die für das Untersuchungsverfahren erforderlich sind.

Auf Grund der schnellen Ausbreitung des Coronaviruses kommen ambulante Praxen sowie Klinken schnell an ihre Grenzen. Selbst in Ländern, in denen man nach WHO-Regeln die Gebiete abriegelt und betroffene Menschen isoliert, steigen die Zahlen rasant an.

Das Verfahren in Deutschland wird sich nicht auf Dauer bewähren. Bei Epidemien und Pandemien sind Großveranstaltungen jeder Art sofort zu unterbinden bzw. zu meiden (…) Sie stellen einen Multiplikator in der Infektionskette dar. Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Konzerte in Stadien mit 60-80 Tausend Menschen beschleunigen die Infektionskette um Wochen (Geschwindigkeit der Übertragung).  

Teilgebiete oder größere Gebiete,  die von Infizierten betroffen sind, sind zu isolieren ggf. abzusperren, um die Epidemie oder Pandemie einzubremsen. Grenzen schließen, Länder und Städte abzuriegeln sind nicht das Allheilmittel, aber die Ausbreitung des Virus wird auf ein kalkulierbares Maß reduziert, um Zeit zu gewinnen. 

Bei Prognosen von rund 70% - 58.000.000 Bürger, die sich infizieren und davon ca. 25.000.000 erkranken und aller Wahrscheinlichkeit bis zu 1,2 - 1,7 Millionen versterben werden, sind Isolationen keine Option, sondern ein Muss (…)

Ein weiteres Kriterium ist, dass wir in Deutschland für derartige Maßnahmen weder die ärztlichen noch klinischen Voraussetzungen und Gegebenheiten haben, um eine derartige Katastrophe abzufangen bzw. diese in den Kliniken zu betreuen und zu behandeln. Es fehlen alle erforderlichen Hilfsmittel und Voraussetzungen, wie...

  • Mundschutz, Mundschutzmasken
  • geeignete Schutzbekleidung (Kunststoffkittel, Kunststoffanzüge)
  • geeignetes Schuhwerk (OP-Überzieher, Gummistiefel)
  • Abstrichmaterialien
  • Desinfektionsmaterialen, Desinfektionsgeräte (Vernebler)
  • Auswertungslabore (Sicherstellung Diagnostikverfahren)
  • ausreichende Bettenkapazitäten (Isolierstationen, Intensivstationen)
  • und vor allem ausreichendes Personal, die mit Infektionen umgehen können

Wir haben in Deutschland ca. 60 Betten für Infektionskrankheiten auf 7 Kliniken verteilt und ein Netz von 25.000 Intensivbetten, die sich aber für Infektionskrankheiten nicht bewähren, bestenfalls für Monitoring-Beatmung (…)

Auf Grund der Baulichkeit einer Intensivstation (offene Räume) eignen diese sich nicht für Infektionskrankheiten (…). Darüber hinaus besteht keine Möglichkeit, in diesen Bereichen bzw. auf normalen Stationen eine Schleuse einzurichten. Unabhängig davon sind diese weitestgehend mit anderen Patienten (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) belegt.

 

Was kann man als Privatperson tun?

Grundsätzlich gilt - Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Ergreifen von Schutzmaßnahmen wie:

  • ausreichende Händewaschung und - desinfektion
  • Vermeidung von Schmierinfektionen (Oberflächen)
    • Türklinken, Einkaufswagen, Tischoberflächen in Betrieben, Schulen und öffentlichen Einrichtungen
    • Tragen von Gummihandschuhen, Schutzmasken ggfs. OP-Mundtücher (nicht ausreichender Schutz ist besser als gar kein Schutz)
  • Vermeidung von Besuchen (Freunde, Bekannte, Familie, Verwandte etc.)
  • keine Teilnahme an Großveranstaltungen jeglicher Art (Fußball-, Konzert-, Kino-, Theaterveranstaltungen, Vereinstreffen etc.)
  • Vermeidung von überfüllten Supermärkten (…)
  • Absagen von Urlaubreisen, da Sie im Urlaub (Hotel) besonders gefährdet sind (unbekannte Personen aus unbekannten Krisenregionen)
  • ggfs. von der Arbeit bzw. Dienststelle beurlauben lassen (Ausnahmen sind Ärzte, Altenpfleger/innen u. Krankenschwester u. Krankenpfleger sowie Pflegehilfskräfte etc.)
  • Schulkinder von der Schule befreien (Schulkinder sind besonders geeignet, sich zu infizieren und die Familie zu kontaminieren)
  • Vorräte anlegen, damit Sie und Ihre Familie für den schlimmsten Fall der Versorgungseinbrüche abgesichert sind (ca. 6 Wochen) siehe unter:

https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-Notfallvorsorge/Lebensmittel/lebensmittel_node.html

  • Vorräte an Bedarfs-Medikamenten und ärztlich verordneten Medikamenten anlegen (ca. 6 Wochen) 

Welche Maßnahmen müssen von Mitarbeitern im medizinischen Bereichen beachtet werden?

Gerade in Zeiten von Epidemien und Pandemien weltweit, die eine Gefahr von Leib und Leben sind,  müssen grundsätzlich alle Hygienemaßnahmen, Epidemie-, Pandemiepläne der medizinischen Einrichtungen, Berufsordnung, Arbeitsschutz lückenlos eingehalten und 1:1 umgesetzt werden (…).

Schutzkleidung

Für den täglichen Gebrauch im Pflegeeinsatz ist kein Mundschutz erforderlich, wenn Ihre Patienten bzw. Sie oder Ihre Kollegen nicht infiziert sind (…). Da sie dies nicht wissen, macht es Sinn, sich zu schützen (Infektionsschutzgesetz / Arbeitsschutz etc.).

Der klassische OP-Mundschutz ist kein 100% Schutz, dennoch reduziert er das Risiko einer Infektion. Ab Feststellung der Kon-tamination Ihrer Einrichtung müssen Sie die FFP3-Maske mit Schutzbrille tragen, zusätzlich Schutzkittel (abwischbar) bzw. Schutzanzug, Schutzschuhe oder Überstülper (s. Abbildung).  


Desinfektion von kontaminierten Bereichen

Bei der Corona-Pandemie ist zu beachten, dass alle kontaminierten Bereiche zu desinfizieren sind. Was eignet sich zur Flächendesinfektion? Auf unbelebten Oberflächen kann das Coronavirus durchschnittlich fast eine Woche überleben – Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern die Überlebensdauer. Daher empfiehlt es sich in Bereichen, in denen sich Erkrankte aufhalten, die Flächen zu desinfizieren.

Der Weltapothekerverband FIP hat eine Liste mit gegen Corona wirksamen Agenzien zur Flächendesinfektion zur Verfügung gestellt. Dort heißt es, Studien deuteten darauf hin, dass das Folgende sind:

  • UV-Strahlung
  • Hitze 56 °C für 30 Minuten
  • Ether 75 Prozent
  • Ethanol
  • Chlorhaltige Desinfektionsmittel, wie Natriumhypochlorit
  • Peroxyessigsäure und Chloroform
  • einem Vernebler mit Wasserstoffperoxyd Lösung

Prof. Dr. Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Greifswald erklärt im DAZ-Interview, dass zur Flächendesinfektion bereits 0,5 Prozent Wasserstoffperoxid oder 0,1 Prozent Natriumhypochlorit innerhalb einer Minute wirksam sind. Es sei davon auszugehen, dass Flächendesinfektionsmittel auf Basis anorganischer Peroxide und von Sauerstoffabspalten und von Ethanol ebenfalls wirksam sind, so der Experte. Quaternäre Ammoniumverbindungen seien dagegen weniger wirksam.

Empfehlungen aus China

Auch die „Chinese Pharmacists Association“ hat in ihrem Dokument „Novel Coronavirus (2019-nCoV) Outbreak Prevention and Control: Guidance and Management Strategies for Pharmacists and the Pharmacy Workforce” eine Liste mit geeigneten Desinfektionsmethoden für die verschiedensten Zwecke zur Verfügung gestellt:

Desinfektion von kontaminierten Bereichen

Bei der Corona-Pandemie ist zu beachten, dass alle kontaminierten Bereiche zu desinfizieren sind. Was eignet sich zur Flächendesinfektion? Auf unbelebten Oberflächen kann das Coronavirus durchschnittlich fast eine Woche überleben – Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern die Überlebensdauer. Daher empfiehlt es sich in Bereichen, in denen sich Erkrankte aufhalten, die Flächen zu desinfizieren.

Der Weltapothekerverband FIP hat eine Liste mit gegen Corona wirksamen Agenzien zur Flächendesinfektion zur Verfügung gestellt. Dort heißt es, Studien deuteten darauf hin, dass das Folgende sind:

  • UV-Strahlung
  • Hitze 56 °C für 30 Minuten
  • Ether 75 Prozent
  • Ethanol
  • Chlorhaltige Desinfektionsmittel, wie Natriumhypochlorit
  • Peroxyessigsäure und Chloroform
  • einem Vernebler mit Wasserstoffperoxyd Lösung

Prof. Dr. Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Greifswald erklärt im DAZ-Interview, dass zur Flächendesinfektion bereits 0,5 Prozent Wasserstoffperoxid oder 0,1 Prozent Natriumhypochlorit innerhalb einer Minute wirksam sind. Es sei davon auszugehen, dass Flächendesinfektionsmittel auf Basis anorganischer Peroxide und von Sauerstoffabspalten und von Ethanol ebenfalls wirksam sind, so der Experte. Quaternäre Ammoniumverbindungen seien dagegen weniger wirksam.

Empfehlungen aus China

Auch die „Chinese Pharmacists Association“ hat in ihrem Dokument „Novel Coronavirus (2019-nCoV) Outbreak Prevention and Control: Guidance and Management Strategies for Pharmacists and the Pharmacy Workforce” eine Liste mit geeigneten Desinfektionsmethoden für die verschiedensten Zwecke zur Verfügung gestellt:

Desinfektionsgeräte (Vernebler für Flächendesinfektion)

Downloads-Mediathek (Robert-Koch-Institut)

Inzwischen sind in fast allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, be-wertet alle Informationen, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffent-lichkeit zur Verfügung.

Stand: 07.03.2020

Weitere Informationen zum Thema Corona (Links):

(Auf Grund der aktuellen schnell ansteigenden Fallzahlen können die Daten nicht zeitgerecht erhoben werden...)

Anmerkung:

Nach diesem Schema werden Risikobewertungen durchgeführt. Patienten erhalten nur dann einen Abstrich, wenn Sie die Kri-terien erfüllen (…)

Die Methode ist nicht nur lückenlos, es rutschen somit andere Infizierte durch das Raster, die z.B. nicht direkt sondern indirekt Kontakt mit Infizierten hatten (…)

Dieses  Fehlverfahren lässt sich darauf zurückführen, dass man nicht in der Lage ist, bei allen Personen einen Abstrich durch-zuführen, die grippeähnliche Symptome haben (…)

Ursachen:

  • fehlende Abstrich-Träger
  • fehlende Labore, die qualitativ und quantitativ in der Lage sind, labordiagnostische Untersuchungen durchzuführen 
  • Blutuntersuchungen von Virologen etc. an Universitätskliniken sind auf Grund der Ausbreitung nicht möglich, da Fachärzte und Labore nicht ausreichend vorhanden sind

Die oben dargestellte Grafik zeigt das Ausmaß einer Pandemie, wenn zögerlich gehandelt wird. Das Ziel, die freie Wirtschaft vor Ausfällen durch Absperrungen etc. zu schonen, war falsch. Es hätte für die Wirtschaft bei einem kurzen Verlauf (Sperrung von Stadien, Absagen von Karnevalsveranstaltungen, Schulschlie-ßungen etc.) von 1/2-1 Monat weniger wirtschaftlichen Ausfall gekostet als jetzt, wo es evtl. zu mehreren Monaten Ausfall kommen wird (bis August/September und darüber hinaus). Experten gehen weltweit davon aus, dass sich die Pandemie über Jahre ziehen kann. 

Gleichermaßen wird die Anzahl an Erkrankte und Todesfällen rasant steigen. Feh-linformationen (Salamitaktik) oder zurück-haltende Information sowie Mangel an Hilfsmaterialien führen immer zu einer noch größeren Auswirkung einer Pandemie und damit verbundenen Folgeschäden (Kollateralschäden), aber vor allem führt es zu Misstrauen und Hysterie der Menschen (Vertrauensmangel). Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es hinterher an Verantwortung der Entscheider fehlt (s. Duisburg 2010).  

Akutes Lungenversagen

Bei diesem Virus kommt es bei manchen Patienten zum akuten Lungenversagen (schwere Lungenentzündung).

Sepsis - Verläufe einer Corona Infektion

Experte: „Im Herbst wird es kritisch“

Charité-Chefvirologe Christan Drosten hat vor einer verheerenden Corona-Welle nach dem Sommer gewarnt und fordert die sofortige Aufstockung der Intensivbetten. „Im Herbst wird es kritisch, das ist klar. Dann wird es in den Kommunen zahllose unerkannte Fälle geben, weil die Gefahr im Sommer aus dem Blick gerät“, sagte der Direktor der Charité-Virologie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Ansteckungsgefahr steige dramatisch. „Ich erwarte dann eine schlagartige Zunahme der Corona-Fälle mit schlimmen Folgen und vielen Toten.“

Und: „Wir müssen jetzt mit Hochdruck mehr Kapazitäten an Intensivbetten schaffen, sonst wird es zu schwierigen Entscheidungen kommen“, verlangte Drosten. Zwar gebe es in Deutschland 28 000 Intensivbetten, erklärte Drosten weiter. Diese seien aber zu über 80 Prozent belegt und könnten nicht in ausreichender Zahl frei gemacht werden.

„Wen wollen wir dann retten, einen schwer kranken 80-Jährigen oder einen 35-Jährigen mit einer rasenden Viruspneumonie, der binnen Stunden sterben würde und bei künstlicher Beatmung binnen vier Tagen über den Berg wäre?“, fragte Drosten. „Vieles spricht dafür, dass es solche Fälle geben wird, in denen auch in Hubschrauberreichweite kein Gerät bereit wäre“, erklärte der Experte und betonte: „Das ist kein Alarmismus, der mir manch-mal vorgeworfen wird. Das sind keine Horrorszenarien, sondern wird Realität werden, wenn es zu einer schnellen Ausbreitung kommt.“

Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten

1. Ambulantes Management von COVID-19-Verdachtsfällen

Hintergrund

Zur Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung und bestmöglichen Verhinderung einer Weiterverbreitung von Infektionen in der Bevölkerung, wird die unmittelbare diagnostische Abklärung von Verdachtsfällen empfohlen. In bestimmten Situationen, in denen eine stationäre Aufnahme unter klinischen Gesichtspunkten nicht notwendig ist, kann dies bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen in der ambulanten Betreuung erfolgen.

Leicht erkrankte Patienten ohne Risikofaktoren für Kompli-kationen (z.B. Immunsuppression, relevante chronische Grunder-krankungen, hohes Alter) können bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt – sowie im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt im Falle eines begründeten Verdachtsfalls – bis zum Vorliegen der endgültigen Untersuchungsresultate zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer COVID-19-Verdachtsdiagnose in das häusliche Umfeld zurückkehren.

Die Betreuung umfasst den telefonischen oder persönlichen Kontakt zum Patienten sowie die Aufklärung des Patienten und seiner Angehörigen über das korrekte Vorgehen hinsichtlich der geeigneten Hygienemaßnahmen zur Verhinderung einer möglichen Infektionsweitergabe an gesunde Angehörige und über das richtige Verhalten im Falle einer Beschwerdezunahme beim Patienten bzw. eines Symptomauftretens bei Angehörigen.

Voraussetzungen

Patient

Umfeld

  • Leichter Erkran­kungs­grad gemäß ärzt­licher Einzel­fall­beurteilung
  • Keine Risiko­faktoren für Kompli­ka­tionen (z.B. Immun­suppression, relevante chronische Grund­erkran­kungen, hohes Alter)
  • Fähigkeit zur selbst­ständigen Pflege, d.h. keine Pflege­bedürftigkeit
  • Compliance bzgl. der Verhaltens­empfehlungen
  • Unterbringungs­möglichkeit in gut belüft­barem Einzel­zimmer
  • Ambulante Betreuung durch be­han­delnden Arzt
  • Kontakt zum zu­ständigen Gesund­heitsamt
  • Je nach Not­wendig­keit Hilfe­stellung durch eine gesunde Be­treuungs­person ohne Risiko­faktoren (siehe linksseitig)

Empfehlungen

a) Unterbringung und Kontakte

  • Stellen Sie nach Möglichkeit eine Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Einzelzimmer sicher.
  • Begrenzen Sie die Anzahl und Enge Ihrer Kontakte bestmöglich, insbesondere gegenüber Personen, die einer Risikogruppe angehören (Immunsupprimierte, chronische Kranke, ältere Personen). Empfangen Sie keinen unnötigen Besuch.
  • Haushaltspersonen und eventuelle Besucher sollten sich in anderen Räumen aufhalten oder, falls dies nicht möglich ist, einen Mindestabstand von mindestens 1 m – 2 m zu Ihnen einhalten. Alternativ: die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen.
  • Stellen Sie sicher, dass Räume, die von mehreren Personen genutzt werden (z. B. Küche, Bad) regelmäßig gut gelüftet werden.

b) Hygienemaßnahmen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu solchen Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

  • Händehygiene sollte vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann durchgeführt werden, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Führen Sie die Händehygiene mit Wasser und Seife durch.
  • Bei Verwendung von Wasser und Seife sind Einweg-Papiertücher zum Trocknen der Hände das Mittel der Wahl. Wenn nicht verfügbar, verwenden Sie Handtücher und tauschen diese aus, wenn sie feucht sind.
  • Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher verwenden wie Erkrankte.

Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens mit Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen, gefolgt von Händehygiene.

  • Entsorgen Sie Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet werden, oder reinigen Sie sie nach Ge-brauch entsprechend.
  • Taschentücher und andere Abfälle, die von kranken Per-sonen oder bei der Pflege von kranken Personen erzeugt wurden, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einem mit einer Auskleidung versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden.

c) Vorgehen bei Zustands­verschlechterung des Patienten

  • Der ambulant betreuende Arzt und das zuständige Gesund-heitsamt sollten gemeinsam mit dem Patienten und ggf. seiner Betreuungsperson das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreichbarkeiten eintretenden Zustandsverschlechterung im Vorhinein festle-gen. Dieses sollte sowohl das aufnehmende Krankenhaus, die mitzuführenden Unterlagen als auch das geeignete Transportmittel dorthin umfassen.

2. Ambulantes Management von leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten

Hintergrund

Zur Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung und bestmöglichen Verhinderung einer Weiterverbreitung von In-fektionen in der Bevölkerung, bietet sich die Behandlung von bestätigten COVID-19-Patienten in der stationären Versorgung an. In Situationen, in denen die Kapazität zur stationären Behandlung ausgeschöpft oder dieser Zustand zu erwarten ist, kann bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen und auf individueller Basis ein alternatives Vorgehen in der ambulanten Betreuung erwogen werden.

Leicht erkrankte Patienten ohne Risikofaktoren für Kom-plikationen (z.B. Immunsuppression, relevante chronische Grund-erkrankungen, hohes Alter) können bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt sowie im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt bis zur vollständigen Genesung im häuslichen Umfeld behandelt werden. Die Betreuung umfasst den regelmäßigen telefonischen oder persönlichen Kontakt zum Patienten sowie die Aufklärung des Patienten und seiner Haushaltsangehörigen über das korrekte Vorgehen hinsichtlich der geeigneten Hygienemaßnahmen zur Verhinderung einer Infektionsweitergabe an Gesunde und über das richtige Verhalten im Falle einer Beschwerdezunahme des Patienten bzw. eines Symptomauftretens bei Haushaltsange-hörigen.

Voraussetzungen

Patient

Umfeld

  • Leichter Erkran­kungs­grad gemäß ärztlicher Einzelfallbeurteilung
  • Keine Risiko­faktoren für Kompli­kationen (z.B. Immunsuppression, relevante chronische Grunderkrankungen, hohes Alter)
  • Fähigkeit zur selbst­ständigen Pflege, d.h. keine Pflege­bedürftigkeit
  • Compliance bzgl. der Verhaltens­empfehlungen
  • Unterbringungs­möglichkeit in gut belüft­barem Einzel­zimmer
  • Möglich­keit der zeit­lichen oder räum­lichen Trennung bei gemein­sam mit anderen Per­sonen ge­nutzten Räumen (Bad/Küche)
  • Keine Haushalts­an­ge­hörigen mit Risiko­faktoren für einen schweren Krankheits­verlauf/Kom­pli­ka­tionen bei Infek­tion (siehe linksseitig)
  • Keine Haus­halts­an­ge­hörigen, die mit der Betreuung von kranken Menschen befasst sind (z.B. med. Personal)
  • Ambulante Betreuung durch behan­delnden Arzt
  • Kontakt zum zu­stän­di­gen Gesund­heitsamt

Empfehlungen

a) Hinweise für leicht erkrankte Patienten

Unterbringung und Kontakte

  • Als Patient mit bestätigter COVID-19 Erkrankung sollten Sie alleine in einem gut belüftbaren Einzelzimmer untergebracht werden.
  • Reduzieren Sie die Anzahl Kontakte zu anderen Personen auf das absolute Minimum, d.h. auf Haushaltsangehörige, deren Unterbringung nicht anderweitig möglich ist oder die zur Unterstützung benötigt werden. Haushaltsangehörige sollten möglichst nur Personen sein, die bei guter Gesundheit und ohne Vorerkrankungen sind. Personen mit Risikofaktoren für Komplikationen (z.B. Immunsuppression, relevante chro-nische Grunderkrankungen, hohes Alter) sollten möglichst nicht zu diesem Personenkreis gehören.
  • Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen ge-trennt von Ihnen aufhalten. Falls dies nicht möglich ist, ist die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1 m – 2 m zu Ihnen empfohlen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch Sie und den Haushaltsangehörigen, ins-besondere bei Unterschreitung des Mindestabstands. Die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen, inkl. der Einnahme von Mahlzeiten.
  • Stellen Sie sicher, dass Räume, die von mehreren Personen genutzt werden (z. B. Küche, Bad) regelmäßig gut gelüftet werden.
  • Kontakte zu Personen außerhalb Ihres Haushalts sollten unterbleiben, z.B. zu Briefträgern, Lieferdiensten, Nachbarn, Freunden, Bekannten. Lassen Sie Lieferungen vor dem Haus-/oder Wohnungseingang ablegen, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie größtmöglichen Abstand zu diesen Personen.

Hygienemaßnahmen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

  • Händehygiene sollte vor jedem Kontakt zu anderen Personen durchgeführt werden sowie z.B. vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Führen Sie die Händehygiene mit Wasser und Seife durch.
  • Bei Verwendung von Wasser und Seife sind Einweg-Papiertücher zum Trocknen der Hände das Mittel der Wahl. Wenn nicht verfügbar, verwenden Sie Handtücher und tauschen Sie diese aus, wenn sie feucht sind.
  • Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher verwenden wie Sie.
  • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ zu Händewaschung ein hautverträgliches Hände-desinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet werden, das mit mindestens „begrenzt viruzid*“ bezeichnet ist. Achten Sie auf die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel.

Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens mit Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen unter Abwenden zu anderen Personen, gefolgt von Händehygiene.

  • Entsorgen Sie Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet werden, oder reinigen Sie sie nach Ge-brauch entsprechend.
  • Taschentücher und andere Abfälle, die von kranken Per-sonen erzeugt wurden, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einem mit einer Auskleidung ver-sehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden.

Reinigung und Desinfektion

Reinigen und desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen wie Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel täglich mit einem mindestens „begrenzt viruzid“ wirksamen Flächen-desinfektionsmittel. Achten Sie dazu beim Kauf dieser Präparate immer mindestens auf die Bezeichnung „begrenzt viruzid*“.

  • Bad- und Toilettenoberflächen sollten mindestens einmal täglich mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert werden, das mindestens „begrenzt viruzid*“ wirkt. Desinfektionsmittel mit der Bezeichnung "begrenzt viruzid" ODER "begrenzt viruzid PLUS" ODER "viruzid" sind wirksam.
  • Legen Sie kontaminierte Wäsche in einen Wäschesack. Verschmutzte Wäsche nicht schütteln und direkten Kontakt von Haut und Kleidung mit den kontaminierten Materialien vermeiden.
  • Waschen und reinigen Sie Kleidung, Bettwäsche, Bade- und Handtücher usw. mit Waschmittel und Wasser. Waschen Sie diese bei mindestens 60°C mit einem herkömmlichen Haus-halts-Vollwaschmittel und trocknen Sie sie gründlich.

Weitere Informationen zum Infektionsschutz finden Sie unter www.infektionsschutz.de.

Vorgehen bei Zunahme der Beschwerden

Der ambulant betreuende Arzt und das zuständige Gesund-heitsamt sollten gemeinsam mit Ihnen das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreich-barkeiten eintretenden Beschwerdezunahme im Vorhinein festlegen. Dieses sollte sowohl das aufnehmende Krankenhaus umfassen, die mitzuführenden Unterlagen als auch das geeig-nete Transportmittel dorthin.

b) Hinweise für Haushaltsangehörige von leicht erkrankten Patienten, die sich selbst versorgen können

Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen als die erkrankte Person aufhalten. Die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen. Falls dies nicht möglich ist, ist die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1 m – 2 m zum Patienten empfohlen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch den Patienten und den Haushaltsangehörigen, insbesondere bei Unterschreitung des Mindestabstands.

Hygienemaßnahmen

  • Nach jedem Kontakt mit der krankten Person oder deren unmittelbarer Umgebung ist die Durchführung einer Hände-hygiene notwendig.
  • Händehygiene sollte vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann durchgeführt werden, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Die Händehygiene erfolgt mit Wasser und Seife.
  • Bei Verwendung von Wasser und Seife sind Einweg-Papiertücher zum Trocknen der Hände das Mittel der Wahl. Wenn nicht verfügbar, verwenden Sie Handtücher und tauschen Sie diese aus, wenn sie feucht sind.
  • Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher verwenden wie Erkrankte.
  • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ zu Händewaschung ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet wer-den, das mit mindestens „begrenzt viruzid*“ bezeichnet ist. Achten Sie auf die Sicherheitshinweise der Händedes-infektionsmittel.

Selbstmonitoring

  • Alle Haushaltsangehörigen gelten als Kontaktpersonen der Kategorie I, siehe unter www.rki.de/covid-19-kontakt-personen. Sie sollten im täglichen Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt fortlaufend
    • eine Selbstbeobachtung hinsichtlich Krankheitssymp-tomen durchführen bis 14 Tage nach ihrem letzten Kontakt zu dem isolierten COVID-19 Patienten oder nach dessen Entisolierung (je nachdem welches Ereignis zuerst eintritt) und
    • ein Tagebuch führen unter Angabe der Ergebnisse der Selbstbeobachtung der Symptome und aller Kontakte (siehe beispielsweise unter www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen).
  • Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen Tage nach ihrem letzten Kontakt mit dem Patienten oder nach dessen Entisolierung (je nachdem welches Ereignis zuerst eintritt) Beschwerden entwickeln, die mit einer SARS-CoV-2-Infektion vereinbar sind, so gelten Sie als krankheitsverdächtig und eine weitere diagnostische Abklärung sollte umgehend erfolgen. Folgender Ablauf wird empfohlen:
    • Sofortige Kontaktaufnahme mit dem ambulant betreuen-den Arzt und dem zuständigen Gesundheitsamt zur weiteren diagnostischen Abklärung und Besprechung des weiteren Vorgehens.

c) Hinweise für betreuendes medizinisches Personal

  • Geben Sie nach Möglichkeit einer telefonischen/telemedi-zinischen Patientenbetreuung den Vorzug, um ein Übertragungsrisiko durch Sie auf weitere Patienten zu minimieren.
  • Im Falle eines persönlichen Kontakts zum Patienten finden Sie detaillierte Empfehlungen zu den persönlichen Schutz-maßnahmen unter www.rki.de/covid-19-hygiene.
  • Im Falle von Komplikationen oder einer Beschwerdezunahme sollte die Krankenhauseinweisung niedrigschwellig erfolgen.
  • Vereinbaren Sie gemeinsam mit dem Patienten und dem zuständigen Gesundheitsamt das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreichbarkeiten eintretenden Beschwerdezunahme. Dieses sollte sowohl das aufnehmende Krankenhaus umfassen, die mitzuführenden Unterlagen als auch das geeignete Transportmittel dorthin.

Weitere Informationen

Stand: 05.03.2020

 

COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Orientierungshilfe für Ärzte (Stand: 5.3.2020)

Was das Coronaviurs von der Grippe unterscheidet

Covid-19 und die Influenza haben einige Ähnlichkeiten, aber auch große Unterschiede.

Bei der Diskussion um Maßnahmen gegen eine Covid-19-Pandemie wird oft die Grippe zum Vergleich herangezogen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt nun wichtige Gemeinsamkeiten und Unterschiede:

Ähnlich ist demnach die Ausprägung der Infektionskrankheiten. Beide sind von einem Virus verursachte Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann - von symptomlos oder mild bis hin zu sehr schwer, mitunter gar tödlich. Beide Erreger werden vorwiegend über Tröpfchen etwa beim Sprechen oder Husten oder auch direkten Kontakt übertragen. Darum greifen bei beiden auch die gleichen Vorsichtsmaßnahmen: gute Handhygiene, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten, Kontakt zu Infizierten vermeiden.

Ausbreitungsgeschwindigkeit

Unterschiede gibt es laut WHO bei der Ausbreitungsge-schwindigkeit. Influenza habe eine kürzere Inkubationszeit zwischen Ansteckung und der Ausbildung erster Symptome, zudem erfolgten die Ansteckungen in den Infektionsketten rascher aufeinander. Bei Covid-19 liege dieses Intervall bei etwa fünf bis sechs Tagen, bei Influenza bei drei Tagen. Das bedeute, dass sich Influenza rascher verbreiten kann als Covid-19.

Hinzu komme, dass bei Influenza oft schon vor der Ausprägung von Symptomen weitere Menschen angesteckt würden. Bei Covid-19 seien zwar Übertragungen 24 bis 48 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen bekannt, sie seien aber nach derzeitigem Kenntnisstand anders als bei der Grippe selten und spielten für die Weiterverbreitung kaum eine Rolle.

Ansteckungsrate

Ein weiteres wichtiges Kennzeichen ist die Ansteckungsrate. Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben - und damit an mehr als bei Influenza. Wegen der unsicheren Datenlage und verschiedenen den Wert beeinflus-senden Effekten sei ein Vergleich bei diesem Aspekt aber nur eingeschränkt möglich, heißt es von der WHO.

Erhebliche Unterschiede gibt es im Bezug auf Kinder: "Kinder sind bedeutsame Treiber für die Übertragung von Influenzaviren in der Gemeinschaft", so die WHO. Für den Covid-19-Erreger zeigten erste Auswertungen, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten deutliche Symptome entwickeln. Vorläufige Daten lassen demnach zudem annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe gibt es nach bisherigen Auswertungen bei Covid-19 häufiger als bei der Grippe. Der WHO zufolge ist der Verlauf bei 15 Prozent der Infizierten so schwer, dass eine zusätzliche Versorgung mit Sauerstoff nötig wird. Bei fünf Prozent der Infizierten ist demnach künstliche Beatmung nötig. Auch die Todesrate liegt wohl höher als bei der normalen saisonalen Grippewelle - exakte Angaben lassen sich dazu aber derzeit kaum machen.

Kinder und Schwangere weniger betroffen

Als besonders von schweren Verläufen betroffene Risikogruppen gelten bei Influenza Kinder, Schwangere, Ältere sowie Menschen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem. Bei Covid-19 gehören Kinder und Schwangere nach derzeitigem Wissensstand nicht zu den Risikogruppen.

Zu beachten ist auch der Unterschied bei den Möglichkeiten für Behandlung und Vorsorge. "Zwar gibt es bereits eine Reihe klinischer Tests von Medikamenten in China, und es sind mehr als 20 Impfstoffe gegen Covid-19 in der Entwicklung, bisher aber gibt es keine zugelassenen Impfstoffe oder Therapien für Covid-19", berichtet die WHO. Bei Influenza hingegen gebe es sowohl schützende Impfungen als auch zugelassene antivirale Medika-mente.

Coronavirus kann tagelang in Toten überleben

Noch haben die Iren kein Todesopfer der Lungenkrankheit Covid-19 zu beklagen. Aber nachdem bei den Nachbarn in Großbritannien schon sechs Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben sind, bereitet sich die Insel vor.

Die Gerichtsmedizin der Stadt Dublin hat die Irische Vereinigung der Bestattungsunter-nehmen (IAFD) in einer Mitteilung über den Umgang mit Corona-Todesopfern informiert. Wie der „Irish Mirror“ berichtet, heißt es darin: „Das Coronavirus kann noch mehrere Tage (evtl. auch Wochen) nach dem Tod in einem Menschen überleben. Bis es bindende Regelungen gibt, empfehlen wir den Bestattern dringend, folgende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.“

Diese sind:

  1. Keine Trauerfeiern mit Aufbahren, wenn der Tote an Covid-19 gestorben ist. Es wird dringend empfohlen, die Zeremonien für einen späteren Zeitpunkt zu organisieren.
  2. Tote sollen so schnell wie irgend möglich begraben werden, am sichersten ist die Feuerbestattung.
  3. Leichenwäscher sollen ganz besonders darauf achten, dass sie Schutzkleidung tragen, wenn sie Tote für die Beerdigung vorbereiten.

Beim Bewegen entweicht Luft aus den Lungen (passive Ausatmung). Das Problem bei der Vorbereitung des Abtransportes der Leiche (z. B. vom Patientenzimmer bis Kühlraum) und bis zur Beerdigung eines Corona-Toten ist.

Fachgerechter Abtransport und Lagerung von Leichen

Bei jedem verstorbenen Coronainfizierten muss im ambulanten wie in stationären Bereichen nach Eintritt des Todes sichergestellt werden, dass sich andere Menschen (Angehör-ige, Personal oder Bestatter) an der Leiche nicht infizieren. Die Leiche muss mit einer Folie abgedeckt bzw. ein Leichensack verwendet werden.

Folgende Maßnahmen sind einzuleiten:

  • Angehörige von der Leiche trennen
  • Leichenschau durch einen Arzt
  • Meldung an das Gesundheitsamt
  • Bestatter informieren (kontaminierte Leiche) / Abtransport der Leiche
  • Raum versiegeln und desinfizieren
  • Materialien (Bettlaken etc.) fachgerecht entsorgen

Hinweis:

In stationären Einrichtungen Leiche in einen getrennten Raum lagern (Keller) bzw. Kühlzelle.

Nach Abholung der Leiche den Raum desinfizieren! 

 

Fazit:

Mit diesem Sonderkurs wollen wir Sie weder erschrecken noch Horrorfantasien in dem Raum stellen. Dieser Kurs soll Sie vorbereiten, damit Sie entsprechend reagieren können, ohne sich selbst bzw. Ihre Familie, Arbeitskollgen oder Patienten mit dem Virus zu infizieren.

Hinsichtlich des Personalmanagements wird man sich in Kürze darauf einstellen müssen, dass man im Bereich der ambulanten Pflege die externe Versorgung und damit verbundene Leistungen reduziert und ggfs. einstellt (Personalmangel bzw. Verringerung der Infektions-gefahr etc.). Gleichermaßen stellt die Versorgung in Pflegeheimen bei fortschreitender Pan-demie ein Personalproblem dar. Es ist nicht mehr auszuschließen, dass es zu Schließungen von Pflegeheimen kommen wird, auf Grund von Versorgungproblemen, Personalmangel und Kontaminierungen (Personal, Heimbewohner).  Ab Inkrafttreten des Notstandes wird Personal von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen für Klinken abberufen s. China, Italien u. a.

Ein noch größeres Problem wird zukünftig die Lagerung bzw. der Abtransport von Verstorbenen sein, Es ist damit zu rechnen, das dann auch Bestatter an ihre Grenzen stoßen (…)

Wir raten zwingend dazu, dass sich jede Einrichtung auf alle Szenarien vorbereitet (betrieblicher Pandemieplan / Krisenplan).

M&B Institut

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Sonderkurs s. Werbung!